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Die 1. Probefahrt:
8.11.2007, ein Sturmtief naht, darum haben wir ein kurzes Abflauen noch genutzt. Das Wetter war für Fotos grauenhaft, Regenböen haben die Nerven stark beansprucht.
Zuerst einmal: Das Boot schwimmt und ist dicht. Man kann es bei guten 5 Beaufort noch mit den großen Segeln segeln. Der Canting-Kiel bringt (auf der richtigen Seite angehoben) einen deutlichen Geschwindigkeitszuwachs. Überraschend gut funktioniert die Kielverstellung. Mit einer herkömmlichen 4-Kanal-Anlage erfordert das Segeln erhebliche Übung, da jeder Knüppel doppelt belegt ist.

Zu den Segeleigenschaften: Das Boot taucht raumschots gerne die Nase in die Welle, kann allerdings im Heck sowieso noch Gewicht vertragen. Das Boot hat sich allerdings sehr schwer steuern lassen, der Ruderausschlag ist viel zu groß eingestellt, wir haben das Boot mit dem Trimm steuern müssen, sonst gab´s Strömungsabrisse.
Erstes Fazit: Mit etwas Feintuning wird das Boot sicher gut bis sehr gut segeln.



Unsere weiteren Maßnahmen:
- Verwendung eines 7-Kanal-Senders mit gesonderten Schiebereglern für den Kiel und die Achterstagsverstellung
- Verlagerung der RC-Komponenten weiter nach achtern
- Vergrößerung der Schwertfläche, Minimierung der Kielfinnenfläche
- Verwendung eines kleineren Ruderservos mit einem viel kleineren Servo-Anlenkhebel


Die 2. Probefahrt:
Die Verlagerung und die Optimierung der RC-Kompronenten und der Ballastbombe haben noch nicht ausgereicht. Der Kiel ist eher zu schwer, das das Boot bei 4 Beaufort noch aufrecht segelt. Bei Leichtwind ist das Boot etwas zu luvgierig. Mit der Cockpit SX-Computeranlage lässt sich das Schiff deutlich besser segeln.

Weitere Maßnahmen:
- Mast, Kiel und Schwert 10cm nach hnten verlagern.
- Kielbombe leichter machen
- Canting-Radius erhöhen
- Volumen der Kielbox auf das absolute Minimun reduzieren, um Gewicht zu sparen

Der Kielkasten-Umbau
Das war eine richtige Operation. Doch das Mehrgewicht durch die Verklebungen konnten wir durch eine intelligentere Aussteifung der Mast und Wantenaufhängung ausgleichen. In den folgenden Bildern sind die Kohlefaserstreben zu sehen, die die Last von den Wanten direkt zum Kiel und zum Mastfuß leiten.


Die 3. Probefahrt:
13.1.2008. 3-4 Beaufort, wieder eine Menge Wind für die volle Segelfläche am 2-Meter-Mast. Doch diesmal scheint alles zu klappen. Kaum ist der Kiel nach Luv geklappt, rast das Boot los. Wende: Kiel vergessen und schon liegt das Boot auf der Seite. Kaum ist der Kiel umgeschwenkt, geht´s weiter. Nach dem Abfallen kippt das Boot nach Luv. Also vorher den Kiel in die Mitte, und nächster Versuch: Nichts geht mehr, weder anluven noch abfallen. Aber sobald der Kiel nach Luv geklappt ist, fällt der Maxi problemlos ab und rast richtig los: Volle Gleitfahrt. In einer Gischtwolke halse ich: Uups, der Mast sieht komisch aus – Mastfuß gebrochen. Da scheinen ordentlich Kräfte zu wirken.

Nach ca. 10 Minuten ist der Schaden mit Sekundenkleber behoben, doch weitere Test zeigen, das die Segelfläche doch etwas groß ist. Das Boot muss wie eine Jolle gesegelt werden, der Kiel muss harmonisch mit den Manövern mitgeschwenkt werden, so wie die Mannschaft sich in einer Gleitjolle bewegt. Im Vergleich zu einem IOM (Konstruktion Michael Scharmer) fährt der Maxi dieselbe Geschwindigkeit, aber weniger Höhe (Bei doppelter bis dreifacher Segelfläche. Hier ist weniger sicher mehr). Raumschot rast das Boot richtig los, bis der notdürftig geflickte Mastfuß wieder bricht. Der Baumdrücker verursacht auf die kurze Strecke durch den langen Hebel enorme Kräfte.

Fazit:
Die Kielverstellung funktioniert. Das Boot ist wesentlich schneller geworden und unterschneidet nicht (sofern man die Luke im Vorschiff nicht vergisst zu schließen .-). Mast, Schwert, Kiel und Ruder sind nun an der richtigen Stelle.



Weitere Maßnahmen:
- Tests mit kleineren Segeln (Mittelwind)
- Verstärkung des Mastfußes mit Baumniederholer-Ansatzpunkt und der Kielwinden-Trommel
- optisches Feintuning

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