America´s Cup World Series startet am Wochenende zum zweiten Event

Am 10. September sollen in Plymouth, Großbritannien, wieder Startschüsse über´s Wasser hallen. Es werden die Startschüsse zum zweiten Stop der America´s Cup World Series sein, die mit den AC45 Katamaranen als Vorprogramm zum 34. America´s Cup ausgetragen werden. Die AC45 haben ein Flügelrigg und sollen beim eigentlichen America´s Cup dann von 72 Fuß großen Kats abgelöst werden. In Großbritannien kommen die AC45 Kats zusammen mit der neu entwickelten, immensen Technik des America´s Cup bereits zum zweiten Mal zum Einsatz. Bereits vom 6. bis 14. August hatten sich Boote und Technik in Cascais in Portugal beweisen müssen. Dort siegte das "Emirates Team New Zealand" bei den Fleetraces vor "Artemis Racing" aus Schweden und "Oracle Racing" (mit Spithill als Skipper). Bei der Matchrace-Wertung war "Oracle Racing" (Spithill) siegreich. Schaut man sich die einzelnen Resultate der verschiedenen Regatten und Matchraces an, so haben sich neben Oracle wohl die Kiwis vom Team Emirates in die Favoritenrolle begeben. Sie holten die meisten Siege. Oracle startet in diesen Vorregatten übrigens mit zwei Teams. Eines mit James Spithill am Steuer und eines mit Teamchef Roussell Coutts.

Für die Schiedsrichter und Wettfahrtleiter des Cups ist mittlerweile alles einfacher und wohl deutlich besser geworden. Die Boote werden bis auf zwei Zentimeter genau getrackt und an Monitoren an Land können die Offiziellen exakt sehen, was draussen auf dem Wasser passiert. Für Unklarheiten gibt es eine Rückspulfunktion, so dass jeder Regelverstoß sofort präzise analysiert werden kann. Ausserdem sind die virtuellen Darstellungen natürlich perfekt für die Vermarktung des Spektakels. Jeder Internet-TV-Zuschauer kann so in den toll aufbereiteten Virtual-Eye Filmen genau sehen, was gerade draußen passiert, auch wenn dies bei realen TV-Aufnahmen nur schwierig zu erkennen ist. Oracle hat hier mächtig investiert und so bietet der America´s Cup einen Live-Stream auf Youtube an. Der regelt je nach gleichzeitigem Streamabruf sogar seine Qualität hoch oder runter, um immer allen Zuschauern ein Bild zu zeigen und nicht wegen Überlastung abzubrechen.
Vom Format der neuen America´s Cup World Series kann man also halten was man will, für die Organisation des Spektakels und seine mediale Aufbereitung muss man aber den Machern Respekt zollen. Schnelle Boote - die nun von Offiziellen auf getunten Jetskis begleitet werden - ein zwar teures, aber trotz aller Unkenrufe scheinbar dennoch attraktives Format, State-of-the-art-Technik und -Vermarktung machen den 34. America´s Cup - so es denn tatsächlich irgendwann zum finalen Showdown der Milliardäre kommt - zu einer spannenden Sache für den Zuschauer. Schade, dass die finanziellen Hürden und der im Vorfeld vor Gerichten ausgetragene Streit, es vielen unmöglich machten daran zu partizipieren. Mehr Teams, die ein niedrigeres Budget brauchen und etwas mehr gemeinsames Agieren hätte in Kombination mit den nun realisierten technischen Grundlagen, den AC sicher noch weiter gebracht. Vor allem auch in die Herzen der Segelfans.
Zurück
Zur Website des America´s Cup >>
Zum offiziellen Youtube Kanal des America´s Cup >>


Share

Jetzt bestellen! Der 3X1-Racer. Carbon made in Germany! Video ansehen! >>

Die Meldungen der Woche:
Möchten Sie immer informiert sein? Unseren kostenlose maritime Wochenennews können Sie hier bestellen >>

Kommentare, Anregungen, Briefe und Beiträge sind
immer willkommen: redaktion@stockmaritime.com