Willkommen zu unseren Berichten und Bildern aus der maritimen Welt!

Alle Beiträge aus unseren bisherigen Newslettern finden Sie in unserer maritimen Wiki >>

Vortragsserie Winterhalbjahr 2017/18: Erste Termine



Wir setzen unsere Vortragsserie fort. Jeden Monat ein Termin in unseren Räumen im Osterbrooksweg 29.

Wir freuen uns auf Sie!
Hier gibt´s mehr Infos und die Möglichkeit, sich anzumelden >>
Top    
       
0 Kommentar zu "Vortragsserie Winterhalbjahr 2017/18: Erste Termine":
     
    Kommentar schreiben:  (Vortragsserie Winterhalbjahr 2017/18: Erste Termine)
    Name (notwendig)

    Email (wird nicht veröffentlich, notwendig)

    Kommentar (notwendig)


    Bitte geben Sie die Zeichen ein.
    Bitte füllen Sie alle Felder aus!    


    Veröffentlich am 20.09.2025 0 Kommentare Kommentar schreiben >> >>
    :

    Renaissance der Tonner-Klassen



    Was waren das für Zeiten, als noch 700 Yachten zur Nordseeewoche im Hafen von Helgoland lagen. Die IOR-Formel hatte damals ihre Hochzeit, der Admirals Cup galt als Weltmeisterschaft des Seesegelns.

    Heute erlangen die IOR Tonnerklassen, Mini-, 1/4, 1/2, 3/4 und 1-Tonner wieder eine neue Beliebtheit. Zum Quarter-Ton Cup segeln zur Zeit 23 Vierteltonner gegeneinander. Auwändig restaurierte 1-Tonner segeln immer noch auf ORC-Regatten erfolgreich, am Wochenende wurde die "Brava" 2. in Gruppe ORC1 in "The Race", 70 Seemeilen am Bodensee.

    Zum Vierteltonner-Cup >>
    Top    
           
    0 Kommentar zu "Renaissance der Tonner-Klassen":
       
      Kommentar schreiben:  (Renaissance der Tonner-Klassen)
      Name (notwendig)

      Email (wird nicht veröffentlich, notwendig)

      Kommentar (notwendig)


      Bitte geben Sie die Zeichen ein.
      Bitte füllen Sie alle Felder aus!    


      Veröffentlich am 15.09.2017 0 Kommentare Kommentar schreiben >> >>
      :

      L30 erfolgreich



      Das Konzept des Family Racers geht auf: Die L30 segelt zur Zeit erfolgreich am Bodensee und gewinnt eine Regatta nach der anderen. Das schlanke, vielseitige Schiff passt gut in die ORC-Formel.

      Damit ist die L30 zur Zeit die Yacht unter 10 Meter, die sich am flexibelsten nutzen lässt:

      - schnell segeln
      - komfortabel wohnen
      - einfach trailern
      - ohne Kranhilfe slippen und Mast stellen
      - Regatten gewinnen

      Wir haben in Deutschland bereits 2 Boote verkauft und stellen auf der boot Düsseldorf im Januar aus.

      Mehr Informationen zur Yacht >>

      Probesegeltermine sind (fast) jederzeit möglich. Rufen Sie uns an oder mailen Sie uns >>
      Top    
             
      0 Kommentar zu "L30 erfolgreich":
         
        Kommentar schreiben:  (L30 erfolgreich)
        Name (notwendig)

        Email (wird nicht veröffentlich, notwendig)

        Kommentar (notwendig)


        Bitte geben Sie die Zeichen ein.
        Bitte füllen Sie alle Felder aus!    


        Veröffentlich am 15.09.2017 0 Kommentare Kommentar schreiben >> >>
        :

        FARR OneTon 1989 (ex Saudade III) zu verkaufen



        Einer der letzten und schönsten Eintonner steht zum Verkauf. Die "Universitas" wurde 1989 bei Franklin in Neuseeland nach einem Riss von Bruce Farr gebaut. Der extreme Leichtbau aus Carbon/Kevlar und Honyecomb hat als "Saudade III" unter Albert Büll und als "Abap 4" unter Hasso Plattner viele Siege eingesegelt.

        In den letzten Jahren wurde sie liebevoll gepflegt und ist nahezu im Originalzustand. Auch das spartanische Interieur weitgehend erhalten. In jedem Winter wurden kontinuierlich Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten durchgeführt. Als "Universitas" wird sie bis heute erfolgreich als Jugendboot im Ostseeraum auf Regatten gesegelt.

        Mehr Infomationen zur Yacht >>
        Top    
               
        0 Kommentar zu "FARR OneTon 1989 (ex Saudade III) zu verkaufen":
           
          Kommentar schreiben:  (FARR OneTon 1989 (ex Saudade III) zu verkaufen)
          Name (notwendig)

          Email (wird nicht veröffentlich, notwendig)

          Kommentar (notwendig)


          Bitte geben Sie die Zeichen ein.
          Bitte füllen Sie alle Felder aus!    


          Veröffentlich am 15.09.2017 0 Kommentare Kommentar schreiben >> >>
          :

          3x1 Serienproduktion neu strukturiert: 3x1 neutral



          In den letzten Monaten hatten wir viele Anfragen nach preiswerten 3x1 Yachten. Um die Produktionskosten zu senken, produzieren wir zur Zeit 10 neue, exakt gleiche 3x1 Yachten an einem Stück. Alle sind in Weiß mit hochfestem 2-komponenten Lack lackiert. Alle sind - wie immer - aus Carbon/Epoxy.
          Die Boote können flexibel mit Aufklebern gestaltet werden. Wir haben dafür eine neue, hochglänzende klare Folie, die wir digital bedrucken. Die Folie gibt dem Lack - wie eine Schicht Klarlack - besondere Tiefe und schützt ihn zugleich.

          Das Einstiegsmodell wird mit lackierten Deckel, Kiel & Ruder 1199,- kosten:
          Signalweiß lackiert mit stockmaritime Design. Schwarz lackierter Deckel. Kiel und Ruder in Orange. Alles in 2K-Lack ausgeführt.
          Eine eingedruckte Segelnummer ist ebenfalls enthalten, d.h. die Segel werden nach Kauf produziert und die Nummer eingedruckt.
          Damit ist es etwa 200,- EUR preiswerter, bzw. hat eine um 200,- EUR höherwertige Ausstattung.

          Natürlich können die Yachten auch gegen Aufpreis umlackiert lackiert werden.

          Ab sofort nehmen wir Vorbestellungen entgegen. Gegen eine Anzahlung von EUR 100,- reservieren wir Ihr Boot. 5 Yachten sind bereits vergeben.
          Das nebenstehende Foto zeigt zwei Yachten aus der letzten Produktionsserie.
          Top    
                 
          0 Kommentar zu "3x1 Serienproduktion neu strukturiert: 3x1 neutral":
             
            Kommentar schreiben:  (3x1 Serienproduktion neu strukturiert: 3x1 neutral)
            Name (notwendig)

            Email (wird nicht veröffentlich, notwendig)

            Kommentar (notwendig)


            Bitte geben Sie die Zeichen ein.
            Bitte füllen Sie alle Felder aus!    


            Veröffentlich am 15.09.2017 0 Kommentare Kommentar schreiben >> >>
            :

            Kippvorrichtung für Trailer



            Wer jemals versucht hat, eine Sondergenehmigung für Italien zu bekommen, der versteht folgendes Vorgehen:

            Am vorletzten Wochenende nahm Hans Genthe kurz entschlossen die Flex und das Schweißgerät zur Hand, und schweißte (die lange geplante) Kippvorichtung für die FARR 280 "4sale" zusammen. Die Stahlrohre ruhten zum Glück seit Monaten im Außenlager.

            Denn der Plan lag ebenfalls schon lange in der Schublade, aber wurde mangels Notwendigkeit bisher nicht umgesetzt:

            Eine Kippvorrichtung für die 2.87m breite FARR280 soll das Fahren auf den Straßen erleichtern. Da Wartungsarbeiten am Boot auf dem Trailer im geraden Zustand angenehmer durchzuführen sind, sollte sich das Schiff einfach aufrichten lassen. Auch das Kranen wird so erleichtert.

            Der Drehpunkt ist so gelagert, dass das Schiff sowohl im aufrechtem Zustand als auch schräg durch das Eigengewicht an den Anschlägen anliegt. Bei ca. 10 Grad Neigung ist die Yacht ausbalanciert. So ist es mit einer einfachen 1:6 Talje und zwei Stahlrohren als Hebel möglich, allein (also mit nur einer Person) die FARR 30 Grad zu kippen.

            Die ganze Kipp-Vorrichtung wird nur an 6 Punkten mit dem Trailer verschraubt und ist jederzeit komplett demontierbar. So kann der Trailer auch für andere Boote oder für den Transport mit montiertem Kiel genutzt werden.

            Diese Kippvorrichtung ist ab sofort für die FARR280 regulär im Angebot/bestellbar.

            Wir können solche Vorrichtungen auch für andere Boote und Trailer entwerfen und von Stahlbauern bauen lassen. Der Eigenbau war dem Zeitdruck geschuldet.


            Die Kippvorrichtung im Online-Shop >>
            Top    
                   
            0 Kommentar zu "Kippvorrichtung für Trailer":
               
              Kommentar schreiben:  (Kippvorrichtung für Trailer)
              Name (notwendig)

              Email (wird nicht veröffentlich, notwendig)

              Kommentar (notwendig)


              Bitte geben Sie die Zeichen ein.
              Bitte füllen Sie alle Felder aus!    


              Veröffentlich am 15.09.2017 0 Kommentare Kommentar schreiben >> >>
              :

              Hochleistungs-Segelwinde: leicht, schnell, kräftig



              Wieder auf Lager und EUR10,- billiger. Die schnellen Winden aus dem VOLVO OCEAN 65 Gennakersystem. Unkaputtbar, wenn kombiniert mit dem Überlast-Schutzschalter …

              Darum kombinieren Sie am besten die Winde mit dem Überlast-Schutzschalter, damit die Winde nicht zu heiß wird, falls die Schot mal verheddert und die Winde blockiert. Denn die Windentrommel bewegt sich proportional zum Fernsteuerungsknüppel, wenn die Schot die Trommel blockiert, versucht die Winde trotzdem so weit zu drehen, wie der Steuerknüppel am Sender gelegt ist, und arbeitet, und arbeitet, und arbeitet und wird irgendwann zu heiß und brennt durch.

              Das Überlast-Schutzmodul schaltet bei zu hohem Strom ab, und nach 5 Sekunden wieder an. Das wiederholt sich, bis die Schot frei ist. Durch die 5 Sekunden Pause wird die Winde nicht zu heiß. Die Stromstärke zum Abschalten ist einfach programmierbar. Die Module werden einfach zwischen Winde und Empfänger geschaltet (JR-Stecker/Buchse) und sind bei uns auch ohne Winde erhältlich. Das Modul ist auch für Servos oder Antriebsmotoren geeignet.

              Zur Winde >>

              Zum Überlast-Schalter >>
              Top    
                     
              0 Kommentar zu "Hochleistungs-Segelwinde: leicht, schnell, kräftig":
                 
                Kommentar schreiben:  (Hochleistungs-Segelwinde: leicht, schnell, kräftig)
                Name (notwendig)

                Email (wird nicht veröffentlich, notwendig)

                Kommentar (notwendig)


                Bitte geben Sie die Zeichen ein.
                Bitte füllen Sie alle Felder aus!    


                Veröffentlich am 15.09.2017 0 Kommentare Kommentar schreiben >> >>
                :

                NEUHEITEN zur hanseboot 2017 bei stockmaritime



                Auf dem Stand C161, Halle B5 bietet Hans Genthe während der hanseboot durchgehend Beratung zu Segeln, Trimm und Tuning.

                Nur bei Elvstrøm Hamburg:
                - Spezielle Tuning-Pakete für Bavaria (laut Kundenaussagen bis zu 1,5 Knoten schneller an der Kreuz)
                - Tuning Ruder von Farr Design für Bavaria und Hanse
                - Flying Jib (Genua-Ersatz für Leichtwind, speziell für Yachten mit Fock)

                Neu bei Elvstrøm:
                - Neues Touring-Laminat
                - Blue Water Runner

                Neu bei Selden
                - elektrischer Antrieb für Rollmasten, ganz einfach nachrüstbar Top    
                       
                0 Kommentar zu "NEUHEITEN zur hanseboot 2017 bei stockmaritime":
                   
                  Kommentar schreiben:  (NEUHEITEN zur hanseboot 2017 bei stockmaritime)
                  Name (notwendig)

                  Email (wird nicht veröffentlich, notwendig)

                  Kommentar (notwendig)


                  Bitte geben Sie die Zeichen ein.
                  Bitte füllen Sie alle Felder aus!    


                  Veröffentlich am 14.09.2017 0 Kommentare Kommentar schreiben >> >>
                  :

                  Gitana - 32 Meter Foiling Offshore Monster fliegt



                  Nach 3 Jahren Entwicklungsarbeit und Bauzeit segelt der 32 Meter lange Tri Gitana auf Tragflächen.
                  Zur Website des Teams >>
                  Top    
                         
                  0 Kommentar zu "Gitana - 32 Meter Foiling Offshore Monster fliegt":
                     
                    Kommentar schreiben:  (Gitana - 32 Meter Foiling Offshore Monster fliegt)
                    Name (notwendig)

                    Email (wird nicht veröffentlich, notwendig)

                    Kommentar (notwendig)


                    Bitte geben Sie die Zeichen ein.
                    Bitte füllen Sie alle Felder aus!    


                    Veröffentlich am 02.09.2017 0 Kommentare Kommentar schreiben >> >>
                    :

                    Helgoland-Edinburgh-Regatta 2017 mit der SY Atena



                    ‚Jobst, fahrt Ihr noch?‘ ‚0,0 Kn, hab‘ null Ruder mehr im Schiff.‘ Bang, Bang, der Großbaum war durch den Bullen fixiert aber das Großsegel knallte durch die Dünung hin und her. Moritz und ich hatten wachfrei. Wir lagen in der Koje. Im Schiff hörte es sich fürchterlich an. Null Wind, absolute Flaute. Es war 20.30 Uhr. Wir waren jetzt 4h unterwegs und lagen NW-lich von Helgoland. Die Lange Anna stets im Blick, ging nichts voran. Wir rollten die Genua ein und nahmen das Großsegel runter. Bloß nicht jetzt schon Schäden an den Segeln riskieren. Wir hatten noch 400 nm vor uns. Wir trieben vor Top und Takel. Jobst Wellensiek, mein langjähriger FD-Vorschoter und Torsten Nickels (Snuggles), erfahrener Elbe- und Regattasegler hatten die erste Wache. Mit störrischer Ruhe meisterten sie diese erste Herausforderung. Moritz Reumschüssel, 22jähriger FD-Segler aus Berlin und ich waren froh erstmal wachfrei zu haben. Wir versuchten unsere Nerven zu beruhigen.
                    Komplett lesen >>

                    Um Mitternacht begann unsere Wache: 8-10 Kn Wind aus E. Wir machten anständige Fahrt Richtung Nord direkt östlich am Windpark querab St.Peterording entlang. Auf der Seekarte sieht es aus, als wenn wir bis Di-Morgen 04.00 ‚Rund Skagen‘ gesegelt hätten. Eine nördliche Route war angeraten. Ein Sturmtief, welches Mitte der Woche die ganze Nordsee einnehmen sollte, war vorhergesagt. Das Tief als Trog ausgebildet mit sehr großen Luftdruckgradienten im Warmluftsektor liessen südlich des Kerns sehr hohe Windgeschwindigkeiten von bis zu 50 Kn erwarten. Auf der Rückseite waren 45 Kn, in Boen 50 kn angesagt.

                    Eine Wettervorhersage, die am Abend vor dem Start unter den Teilnehmern für Unruhe sorgte. 10 von 24 gemeldeten Yachten entschieden sich am nächsten Tag dafür nicht zu starten. Wir hatten uns 2 Jahre auf diese Reise vorbereitet; zusammen das vorgeschriebene Seminar ‚Survival at sea‘ besucht; Snuggles hatte an dem ebenfalls vorgeschriebenen Kurs ‚Medizin auf See‘ teilgenommen und einen entsprechenden Erste-Hilfe-Koffer mitgebracht; ich hatte ATENA, eine Bristol 35.5, ein hochseetüchtiger gemäßigter Langkieler mit 10,37m Rumpflänge mit allem ausgerüstet, was für schweres Wetter notwendig und an Sicherheitsausrüstung vorgeschrieben ist. ATENA bekam komplett neue Elvstrøm-Segel und viel neue Elektronik; Jobst und ich hatten geschraubt und geschraubt und die ganze Mannschaft hatte Pfingsten zusammen die restliche To Do-Liste abgearbeitet. Jeder wußte wo Werkzeug, wo Ersatzteile liegen, wo die Sicherheitsausrüstung liegt und wie sie in Betrieb genommen wird. Sprich: Wir waren vorbereitet. Für uns kam die Frage, ob wir fahren nicht auf. Das wir fahren war klar. Aber Nord machen war angesagt. Soviel Nord wie möglich. Wir fuhren die nördlichste Route aller Teilnehmer und wir taten gut daran.

                    Di, 01.00, E 3-4 Beaufort: Ein 15m großer Konkurrent kam zügig auf. Wir konnten ihn am Start und in den tricky Flautenlöchern gut versegeln. Jetzt erst konnte er seinen Geschwindigkeitsvorteil heraus segeln. Er war querab als wir uns um 01.30 an der Nordspitze des Windparks befanden. Ich erinnerte mich an meinen Vater, Jürgen Ballerstein: ‚Nachts werden die Langstreckenregatten gewonnen‘ hat er immer gesagt. Um 01.40 stand unser Spi; der Wind wehte inzwischen mit 17 Kn. Wir segelten mit 7 Kn nach 340 Grad und machten erstmalig ein bisschen West. Wir hatten wieder den Speed der 15m Konkurrenz. Er segelte weiter ohne Spi Richtung Nord. Unsere Wege gingen stetig auseinander und wir sahen ihn nicht wieder. Der Wind frischte weiter auf (20-25Kn), die See wurde deutlich höher und machte das Steuern stetig anspruchsvoller. Sicherheit hatte höchste Priorität, so das Motto der Reise. Aber bei 25 Kn den Spi wegnehmen?. Wir taten uns schwer mit dem Gedanken, schließlich segelten wir Regatta. Wir fuhren für ATENA hervorragende 8,5 Kn. Die Entscheidung fiel uns dann leichter, nachdem uns eine schwere Boe und eine hohe See in die Sonne schießen ließ. Die See schlug voll ins Cockpit und war auch in die Kajüte eingestiegen. Die Hundekoje war klitschnass. ‚All hands on deck‘, Spi weg. Dafür, dass 106 qm Spi bei nunmehr Ende Beaufort 6 gebändigt werden mussten, ging das Manöver noch einigermaßen glimpflich aus.
                    Der Spi war heil geblieben, ein Glück. Der Rutscherbeschlag für den Spibaum am Mast war aber komplett verbogen, so dass er nicht mehr gebrauchsfähig war und der Bolzen des Spibaumbeschlags hatte auch einen mit gekriegt und wollte nicht mehr rein und raus. Es war jetzt 08.00, Wind SE, wir fuhren nur unter Groß 6 Kn Richtung 330 Grad vorm Wind und nutzten die Gelegenheit um in Erwartung der Windvorhersage die Genua1 runterzuholen, bei 1,5 m Welle richtig auf dem Vorschiff zu packen und anschließend die Genua 3 zu setzten. Jetzt kam erstmals die redundante Ausrüstung von ATENA zum Tragen. Wir baumten die Genua 3 mit dem 2.Spibaum aus und nutzen am Mast ebenfalls den 2. Mastrutscher. Und weiter ging es: Kurs 295 Grad und 7 Kn Fahrt.

                    So wie in einem Hollywood-Film ein Historiendrama durch eine Liebesgeschichte aufgepäppelt wird, kann ich bei meiner Reisedokumentation noch von folgender, uns tatsächlich passierter Gegebenheit berichten: Di während der Nachmittagswache kam sie plötzlich an Bord geflogen; unsere (bereifte) Taube ‚Esmeralda‘, wie wir sie kurzerhand nannten. Zu schwach um weiter über die Nordsee zu fliegen, ruhte sie bei uns aus und kackte zum Dank das ganze Cockpit voll.

                    Das Sturmtief kündigte sich jetzt langsam an: Das Barometer fiel stetig, es zog sich komplett zu, es brieste ein wenig weiter auf, um 16.00 refften wir das Großsegel ins 2.Reff, um 17.00 fing es an zu regnen. Um 19.30 erreichten wir die geografische Breite von Edinburgh 55Grad 57‘, SE 6, wir segelten weiterhin nördlicher als West: 295 Grad, ausgebäumt 7,5 Kn Fahrt. Um 23.00 brieste es weiter auf: Beaufort 7 , wir befanden uns aber immer noch vor (östlich) des Tiefkerns, denn der Wind kam weiter aus SE , wir rollten die immer noch ausgebäumte Genua erst etwas, dann noch etwas ein. Wir rauschten durch die sehr dunkle Nacht.

                    Mi 0200, der Barometerstand (auf unserem nicht geeichten Barometer ) erreichte 995 hPa und war damit 25 hPa in 28 h gefallen, immer noch SE7, Wo ist der Kern? Was passiert gleich? Waren wir nördlich vom Kern und würden wir nach dem Passieren des Kernes mit östlichen Winden nach Edinburgh rauschen, allein die Vorstellung war traumhaft oder waren wir südlich vom Kern und dürften uns durch das schwere Rückseitenwetter kämpfen, oder ist der Kern vielleicht sogar deutlich nördlicher und wir bekommen das als sehr schwer angekündigte Windfeld des Warmluftsektors noch ab? Um 0600 wussten wir wo der Kern war. Der Wind drehte auf SSW, um 08.00 auf SW und schwächte sich auf 20Kn (Beaufort 5) ab. ‚Traumhaft wird es also nicht‘, das war jetzt klar; der Kern war nördlich von uns, aber die geringe Windstärke verriet uns, dass wir nahe dran waren am Kern. Wir befanden uns mitten im Trog und brauchten den sehr schweren Westwind im Warmluftsektor nicht befürchten. Das hatten wir mit unserer Nordroute geschafft. Aber das schwere Rückseitenwetter würde bald kommen. Darauf konnten wir uns jetzt vorbereiten. Wir rollten die Genua 3 voll aus, Spibaum weg, Motor im Leerlauf an, wir nutzen die ruhige Zeit um 1,5h unsere Batterien zu laden. Um 10.00 war der Barometerstand auf 998 hPa gestiegen. Das Rückseitenwetter kam. Wir kochten noch richtig: Torfu mit Bohnen und Kartoffeln. Um 12.40 erreichten wir den nördlichsten Punkt der Reise 56°44‘N. Esmeralda hatte inzwischen genügend Vertrauen entwickelt und hatte sich im Backbord Piepenbord im Cockpitsüll eingenistet. Mit Wasser und Brot gefüttert, kackte sie jetzt das Piepenbord wirklich randvoll zu.

                    Um 13.00 ging der Wind auf WNW. Um 14.00 ging es los: WNW 7-8 Beaufort. Zum Wachwechsel nahmen wir das Großsegel ganz weg und fuhren nur noch unter Genua 3. Das ist ATENA ihre Sturmtaktik. Damit hatte ich bislang alles abgewettert. Der Sturm konnte kommen. Wir machten gute Fahrt hoch am Wind, die Abdrift ging noch: Wir fuhren WSW auf BBug. 15.00, die Wellen waren inzwischen haushoch, wir hatten zu viel Segelfläche, wir schossen durch die Wellenkämme und drohten in die folgenden Täler zu fallen. Wir rollten die Genua etwas ein. Die Segelfläche passte jetzt wieder zur Windgeschwindigkeit, die Abdrift wurde größer, Kurs über Grund SW. Um 16.00 rollten wir die Genua noch ein bisschen ein. Der Wind legte weiter zu: Beaufort 8-9. Eine Welle stieg in Lee voll ins Cockpit ein. Esmeralda kämpfte gegen das Ertrinken. Sie liess sich jetzt sogar von mir greifen und in das Luv wärtige Piepenbord verfrachten. Der interessierte Leser kann erahnen, was sie jetzt in diesem Piepenbord veranstaltet hat: Richtig, Sie hat auch dieses zu gekackt.

                    Um 20.00 wurde es gefährlich: Der Wind nahm nochmal zu auf Beaufort 9. Die eingerollte Genua bewirkte ein zu mittiges Einleiten der Kraft in das Vorstag. Das Vorstag fing an zu pumpen und kam manchmal in Resonanz, welche nur durch anluven oder abfallen unterbrochen werden konnte. Das ganze Rigg arbeitete dynamisch. Jetzt musste die Sturmfock her. Schnell. Gut, mit Zeisingen auf Helgoland anbaugerecht geschnürt, kam die Sturmfock an Deck. Jetzt zeigte sich eine weitere Stärke von ATENA: Das kleine orangene Dreieck wird am Kutterstag gefahren. D.h., die Genua konnten wir einfach in Gänze einrollen und die Sturmfock wurde am extra Kutterstag 1,5 m vom Bug entfernt gesetzt. In 1.5 m Entfernung von Bug zu arbeiten ist der entscheidende Vorteil bei diesem Wetter. Die Sturmfock war nach 45 min gesetzt. Das gefährlichste Manöver der Reise hatten wir ohne Probleme beendet. Unter Sturmfock war es ein Abwettern. Nur noch 4,5Kn Fahrt. Draußen beherrschbar, drinnen merkwürdig ruhig. Man denkt wirklich nicht, dass draußen so viel los ist. Für ein ausgewogenes am Wind segeln, wäre es jetzt gut gewesen auch noch das Trysegel zusetzen. Wir setzten es nicht. Mit nur 4 Mann mussten wir mit unseren Kräften haushalten. Wir fuhren dadurch weniger Höhe, hielten aber immerhin den Kurs SW. Nach dreieinhalb Stunden unter Sturmfock hatten wir es geschafft. Der Sturm beruhigte sich.

                    Do 00.30 setzten wir wieder das Großsegel und die Genua 3; die Sturmfock ging runter. Der Sturm lag hinter uns; unser Wetterrouting hatte uns sehr gut durch das Tief geführt und durch rechtzeitig durchgeführte Manöver waren wir Havarie- und Unfallfrei geblieben. Das Rennen konnte also für uns ungehindert weitergehen. Und das Wetter blieb spannend. Um 03.00 kam die nächste Herausforderung: Es war wieder absolute Flaute. Wir bargen das Groß. In den nächsten 4 Stunden machten wir 10 nm nach Süd! Das nächste Tief kam zum Glück: 08.30 Groß und Genua 1, Kurs West, es lief wieder. 13.00 Der Wind drehte rück bis auf SE, der Spi ging hoch. 16.00 S 5 Beaufort Spi runter, Genua 1 hoch. Es brieste weiter auf: 1.Reff, später 2. Do 22.30 erblickten wir die Schottische Küste. Es war ein schöner Augenblick. Ich genoß ihn. Wir lagen jetzt bis zum Firth of Forth den richtigen Kurs WNW an.

                    Und wir arbeiteten weiter: Freitag 01.00 gingen wir nochmal auf Genua 3. Um 04.00 nochmal wieder auf die Genua 1. Wir sahen Bass Rock. Hielten auf ihn zu. W5-6: ‚Jetzt wird keine Genua mehr gewechselt.‘ Wir kreuzten mit Genua 1 und 2.Reff in den Firth of Forth. Ein Konkurrent (48 Fuß) kreuzte mit uns nach Granton. Jetzt ahnten wir: Unsere Tour war nicht so langsam gewesen.

                    Mit 48 Fuß deutlich größer, war er auch deutlich schneller und versegelte uns jetzt und hatte uns bis hier zum Firth of Forth doch nichts abgenommen. Kurz hinter Bass Rock, querab North Berwick verabschiedeten wir uns von Esmeralda. Sie ließ sich von mir aus dem Piepenbord nehmen. Ich warf sie in die Höhe; sie drehte eine große Runde, kam zu uns zurück; wurde durch das Armeschwingen von uns Vier überzeugt, dass dies eine Verabschiedung war und verschwand Richtung Schottischer Küste. Dort werden jetzt wahrscheinlich die Biologiebücher umgeschrieben werden müssen, da bislang nicht bekannt war, dass Tauben derart weite Strecken zurücklegen, denn unsere Esmeralda trug ja wie beschrieben einen Ring.

                    Fr um 10.56 BST passierten wir die Ziellinie als 8. Schiff nach gesegelter Zeit. Die 7 vor uns sind 47,5-65 Fuß groß. 3 von ihnen hatten wir nach berechneter Zeit geschlagen: Wir waren 5. über Alle. Ein echter Erfolg! Aber wann kommt unsere direkte Konkurrenz aus der Gruppe, eine Nickolson 31. Sie war die einzige Yacht, welche noch Kurs Edinburgh hatte. Als wir spät Abends in unseren Kojen verschwanden, war sie noch nicht da. Wir hatten ihr über 12 h gesegelt und 2,5 h berechnet abgenommen. Gruppensieg und 5. über Alle, keine ernsthaften Verletzungen und nur geringfügige Schäden; Kurz gesagt: wir hatten allen Grund zufrieden zu sein. Wir waren eine tolle Mannschaft. Snuggles schrieb ins Logbuch: Freundschaft und Kameradschaft hat sie zum Erfolg geführt. Dem muss ich nichts mehr hinzufügen.


                    Hinzu kam eine außergewöhnliche Gastfreudschaft, die wir im Royal Forth Yacht Club das Wochenende über erfahren haben und durch die es uns sogar möglich war das Britische Breakfast zu genießen. Wie es auch gehen kann, haben wir auf der Rücktour erlebt: Wind nur von hinten, raumschots oder halbwinds mit handiger, steifer Briese. Wir waren 19 h schneller und erreichten nach 70,5 h Helgoland. Ein, für mich, 2 Jahres Projekt ist nun erfolgreich beendet, aber zum Glück kann man ja noch Berichte darüber schreiben.
                    Olaf Ballerstein


                    Helgoland Start 05.06.2017, 16.30 MESZ
                    Edinburgh, Granton Ziel 09.06.2017, 10.56 BST
                    Top    
                           
                    0 Kommentar zu "Helgoland-Edinburgh-Regatta 2017 mit der SY Atena":
                       
                      Kommentar schreiben:  (Helgoland-Edinburgh-Regatta 2017 mit der SY Atena)
                      Name (notwendig)

                      Email (wird nicht veröffentlich, notwendig)

                      Kommentar (notwendig)


                      Bitte geben Sie die Zeichen ein.
                      Bitte füllen Sie alle Felder aus!    


                      Veröffentlich am 01.09.2017 0 Kommentare Kommentar schreiben >> >>
                      :
                      Zurück


                      Übrigens: Kommentare, Anregungen, Bilder und Beiträge sind immer willkommen: redaktion@stockmaritime.com